Tatort Klassenzimmer: Wie die Volksschule Mäder zur gefährlichsten Schule Vorarlbergs wurde

Es beginnt harmlos — ein zerbrochener Bleistift hier, ein umgeworfener Sessel dort. Doch wer Lehrerinnen und Lehrer der Volksschule Mäder unter vier Augen befragt, hört Dinge, die einem den Schlaf rauben. „Es gibt Tage, an denen ich Angst habe, die Klasse zu betreten“, sagt eine Lehrerin, die anonym bleiben möchte und seit 14 Jahren an der Schule unterrichtet. Was einst als Vorzeige-Bildungseinrichtung im Ländle galt, soll sich laut Insider-Berichten in den letzten Jahren dramatisch verändert haben. Stühle fliegen, Türen werden eingetreten, und Mitschüler berichten von täglichen Einschüchterungen auf dem Pausenhof.

Besonders alarmierend: Ein internes Dokument, das unserer Redaktion zugespielt wurde, listet für das Schuljahr 2024/25 insgesamt 47 Zwischenfälle mit körperlicher Gewalt auf — mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Die Schulleitung soll mehrfach versucht haben, die Vorfälle kleinzureden. Eltern berichten, ihre Kinder kämen weinend nach Hause, wollten nicht mehr in die Schule gehen. „Mein Sohn hat drei Wochen lang nichts gesagt — bis wir die Blutergüsse gesehen haben“, erzählt ein Vater aus Mäder mit zitternder Stimme.

 Doch für viele Eltern ist das Vertrauen längst gebrochen. Einige haben ihre Kinder bereits abgemeldet. Und in den Gängen der Volksschule Mäder, so berichten Augenzeugen, hängt seit dieser Woche ein selbstgemaltes Schild an einer Klassentür — in kindlicher Handschrift: „Hier ist es nicht mehr schön.“

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